Carsharing: Wichtiger Trend in Großstädten

 

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über das Erfolgsmodell Carsharing in Großstädten. Der Artikel “Hast du keinen, ruf dir einen” ist sehr lesenswert. Hier ein paar Zahlen und Zitate, die einen wichtigen Trend verdeutlichen:

  • “Privater Autobesitz ist ein Auslaufmodell”
  • Prognose für 2025: Nur noch 10 % aller Haushalte in Deutschland haben ein eigenes Auto
  • In Großstädten ersetzt ein Carsharing-Auto 15 Privatwagen
  • Käufer neuer Autos werden immer älter: Über 60 Jahre Alte kaufen mehr Neuwagen als alle, die jünger als 40 jahre alt sind
  • Nutzer von Carsharing sparen ca. 1.700 € im Jahr
  • Für Jüngere ist das Auto kein Statussymbol mehr – im Gegensatz zu Smartphones.

Carsharing bereitet den Weg für eine umweltfreudliche Mobilität. Das Auto wird genutzt, wenn es nötig ist. Selbst große Automobilhersteller wie BMW oder Mercedes haben das Marktpotential erkannt und bieten eigene Fahrzeuge in Großstädten an: DriveNow in München oder Car2Go in Ulm sind nur Pilotprojekte. Zumindest in Großstädten ermöglicht Carsharing individuelle Mobilität in neuer Qualität – wenn es maximal 500 m bis zur nächsten Carsharing-Station sind. 29 Cent je Minute ist übrigens in München und Ulm der Alles-inclusiv-Preis.

Und auf dem flachen Land? nhnandf.net ist die Antwort

Im ländlichen Raum ist diese neuartige Mobilitätsform (noch) keine praktikable Alternative. Hier leben weniger Menschen auf weitem Raum – auch Parkprobleme in Stadtzentren sind nicht so brennend.

Dennoch funktioniert hier das “Sharing”, also das “Teilen” von Mobilität. Die Freundschaften von Nachbarn können die Basis sein für eine Art “Carsharing light”. Statt anonym Autos zu mieten können Freunde Fahrten über das Internet koordinieren. Das Web verbessert damit die typische Nachbarschaftshilfe.

Und darum geht es bei der Online-Comunity nhnandf.net. Statt allein in die nächste größere Stadt zu fahren können sich hier Nachbarn verbinden, um Mobilität zeit, geld- und umweltschonend untereinander. abzustimmen. Wie es im Alltag funktioniert, ist in diesem Blog unter “Praxisbeispiel” nachzulesen.

Ich bin zuversichtlich, dass diese Art der nachhaltigen Mobilität auch im ländlichen Raum eine große Zukunft hat. Carsharing fing auch mit Kleinprojekten an, wahrscheinlich von umweltbewussten Studenten in Unistädten gegründet. Was für Großstädte gut ist, sollte auch in der lebens- und liebenswerten Provinz funktionieren! Und dies billiger als in der München oder Ulm! Ein Familien- bzw. Haushaltsticket bei nhnandf.net kostet nur 2,10 € – im Monat! Und Wenignutzer fahren umsonst.